Skip to content
1618

40. Am 3. Sontage nach TrinitatisAuff den 38. Psalm

Martin Opitz

Stellet Gott heim eure Sachen, Laßt ihn machen, Räumbt ihm alle Sorgen ein: Er, der Herr, wird bey euch stehen,

Euch erhöhen, Wann es seine Zeit wird seyn. Wie ein Löwe seine Klauen, Einzuhauen,

Wan er tobet, fertig hat; Meint der Teuffel euch ingleichen Zu erreichen, Drumb wacht nüchtern frü und spat.

Wann er brüllend' auff euch gehet, Bleibt und stehet, Werfft den Schild deß Glaubens für; Dencket, daß die treuen Glieder,

Eure Brüder, Eben leyden als wie ihr. Euer Gott, der euch beruffen, Läst stets offen

Seine reiche Gnadenthür: Es wird Stärcke, Krafft und Leben, Völlig geben: Ihm sey Ehre für und für.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
40. Am 3. Sontage nach TrinitatisAuff den 38. Psalm · Martin Opitz · Poetry Cove