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1621–1681

N.A.

Georg Neumark

Glük zu Astreen Sohn! Du Außbund kluger Tichter Du schwingst dich von der Nacht hin an die grossen Lich- Die voller Flam̃en sind: Der ädlen Rechte Fleiß (ter Und was dein reiner Sinn von reinen Versen weiß

Du reiner Man kan zwar die In welchen beyden du ein guter Meister bist Wann man das nöhtigste darbey nur nicht vergist

Als du mit Ruhm gethan. Jtzt schaffen deine Wälder Da schohn der Herbst beraubt die schammerirten Felder uns einen Sommer her; wann du sie selber singst Und die Violdegam in sanffter Stimmung zwingst

Zu reiner Harmonie so fallen unsre Lieder Als würden sie gescheucht in ihrem Nebel nieder Bald sind wir lebendig todt freudig bald betrübt Wo deiner Seitenklang den Liedern Seele giebt.

Sie sind wie meine nicht gesetzt vor Esets Ohren. Bald wird ein geistliches bald weltliches gebohren; Ein Kläffer der sie uns vor grob und baurisch helt Der weiß nicht daß er hat ein Urtheil selbst gefällt

Von seinem Unverstand’. Es brauchen die An statt der Orgel wol zuweilen Schäferflöten Der Geist ist iedesmahl zu iedem nicht geschikt. Dir hats in geistlichen und weltlichen geglükt

Herr Neumark fahre fort! Du giebst dir selbst die Sporen Drüm hat Apollo dich und Orpheus außerkohren; Die Sternenvolle Burg weist dir ein größres Pfand Glük zu! Sie schlägt dir noch den Doctor in die Hand.

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