Glük zu Astreen Sohn! Du Außbund kluger Tichter
Du schwingst dich von der Nacht hin an die grossen Lich-
Die voller Flam̃en sind: Der ädlen Rechte Fleiß (ter
Und was dein reiner Sinn von reinen Versen weiß
Du reiner
Man kan zwar die
In welchen beyden du ein guter Meister bist
Wann man das nöhtigste darbey nur nicht vergist
Als du mit Ruhm gethan. Jtzt schaffen deine Wälder
Da schohn der Herbst beraubt die schammerirten Felder
uns einen Sommer her; wann du sie selber singst
Und die Violdegam in sanffter Stimmung zwingst
Zu reiner Harmonie so fallen unsre Lieder
Als würden sie gescheucht in ihrem Nebel nieder
Bald sind wir lebendig todt freudig bald betrübt
Wo deiner Seitenklang den Liedern Seele giebt.
Sie sind wie meine nicht gesetzt vor Esets Ohren.
Bald wird ein geistliches bald weltliches gebohren;
Ein Kläffer der sie uns vor grob und baurisch helt
Der weiß nicht daß er hat ein Urtheil selbst gefällt
Von seinem Unverstand’. Es brauchen die
An statt der Orgel wol zuweilen Schäferflöten
Der Geist ist iedesmahl zu iedem nicht geschikt.
Dir hats in geistlichen und weltlichen geglükt
Herr Neumark fahre fort! Du giebst dir selbst die Sporen
Drüm hat Apollo dich und Orpheus außerkohren;
Die Sternenvolle Burg weist dir ein größres Pfand
Glük zu! Sie schlägt dir noch den Doctor in die Hand.