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1621–1681

N.A.

Georg Neumark

Weg eitler Amadiß und ihr dergleichen Schrifften Die ihr ein keusches Hertz pflegt heimlich zu vergiffte Mit eurer Liebligkeit weg fchnöde Schreibersahrt Die wenn man sie nur liest ein reines Hertze pahrt

Mit geiler Liebeslust die zwar den Sinn ergetzet Doch solchen gleich wol auch in leichte Wollust setzet. Weg bittrer Honigseim! weg außgeschminkter Wust! Weg stilles Schlangengifft! weg Lokkaaß böser Lust!

Kommt hieher wer ihr seit ihr Gottergebne Sinnen Die ihr bißweilen wol begehret zu gewinnen Ein rechtes Zeitvertreib hier hier habt ihr ein Werk Welchs Sinn und Seel’ ergetzt ein Werk von grosser

Stärk' Und unvermerkter Krafft; Ein Buch in dem ihr findet Das heilge Himmelsfeur so euren Geist entzündet In reiner Gotteslieb’; Hier ist Ergetzligkeit

Hier geht mit Nutzen weg die langverdrosne Zeit. Hier findet ihr nach Lust verliebte schöne Sachen Die euer keusches Hertz in Gott verliebet machen Und nicht in diese Welt. Was lob’ ich aber viel?

Der Seelen Seligkeit ist dieses Buches Ziehl.

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