Dort jener Friedensheld der Römer frommer Keiser
Der löblich’ Antonin der Helden Tugendweiser
Des Himmels liebe Lust war offt dahin bedacht
Wie Er durch viel Geschenk’ ihm gute Freunde macht’
Und brächte sie zur Gunst; ietzt dänk’ ich auch dergleichen
Wie ich mein Freundes Hertz euch satsam überreichen
Und offenbaren soll. Herr Meyrmann werther Frund,
Den mein unfalsches Hertz recht treu und redlich meint.
Wol! es ist schon bedacht. Nehmt dieß von meinen Hände
Mit dem ich unverfälscht Euch wil mein Hertz verpfänden
Und meine Schüldigkeit. Ein treuer Freund der liebt
Was ihm sein Gegenfreund aus treuem Hertzen giebt.
Zwar ich bekenn’ es gern daß dieses Buch geringe
Nach eusserlichem Wehrt doch zeigt es solche Dinge
Die theur und kostbar sind: Wir finden da den Weg
Zum rechten Christenthum der rechte Himmelssteg
Ist auch darinn gebaant die schöne Melodeyen
Sind so gesetzt daß sie Sinn Hertz und Seel erfreuen.
Wolan so nehmt es an und lernet diese zwey:
Baut euer Christenthum und dänket
mein dabey.