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1621–1681

N.A.

Georg Neumark

Dort jener Friedensheld der Römer frommer Keiser Der löblich’ Antonin der Helden Tugendweiser Des Himmels liebe Lust war offt dahin bedacht Wie Er durch viel Geschenk’ ihm gute Freunde macht’

Und brächte sie zur Gunst; ietzt dänk’ ich auch dergleichen Wie ich mein Freundes Hertz euch satsam überreichen Und offenbaren soll. Herr Meyrmann werther Frund, Den mein unfalsches Hertz recht treu und redlich meint.

Wol! es ist schon bedacht. Nehmt dieß von meinen Hände Mit dem ich unverfälscht Euch wil mein Hertz verpfänden Und meine Schüldigkeit. Ein treuer Freund der liebt Was ihm sein Gegenfreund aus treuem Hertzen giebt.

Zwar ich bekenn’ es gern daß dieses Buch geringe Nach eusserlichem Wehrt doch zeigt es solche Dinge Die theur und kostbar sind: Wir finden da den Weg Zum rechten Christenthum der rechte Himmelssteg

Ist auch darinn gebaant die schöne Melodeyen Sind so gesetzt daß sie Sinn Hertz und Seel erfreuen. Wolan so nehmt es an und lernet diese zwey: Baut euer Christenthum und dänket

mein dabey.

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