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1621–1681

Der sieghafte DAVJD .

Georg Neumark

Wenn Betrübnüß Angst und Noth wenn groß Elend ist vorhanden Wenn Beträngnüß uns ümbgiebt wen man stekkt in Unglükksbanden

So ist dieß das beste Mittel daß man an den Und mit hertzlichem Gebete sich zu seiner Gna- Wirst du wehrte Christenheit von Verfolgern Daß du nicht weist aus und ein wenn der Feind

Daß du keinen Ausgang siehest wohl! so laß Gott der wird dich zu erretten schon die rech- Wenn der Menschen Hülf’ erliegt fängt Gott an Daß man seine große Macht mit Verwunderung

Dessen wunderbares Beyspiel wil ich wie mir Dir itzund vor Augen stellen merk nur auf mein Clio steh mir itzo bey und vergönne mir zu Dieses große Wunderwerk so nicht wil ver-

Hilf mir von dem Kampfe singen zwischen ei- Und noch einem Jungen Knaben der kaum Eben zu derselben Zeit da der Saul den Ze- pter fůhrte Und das Volk von Juda her als ein Oberherr

Fiel der Gottverhaßte Hauffe der Philister in Und verfolgte das Volk Gottes mit erhitzter Mars der wütet hie und da es war große Noth Der verarmte Bauersmann klaget mit betrubtem

Schau was wir mit Müh’ und Arbeit ausge- Das wird uns betrübten Leuten weggenom- Ach was müssen wir itzund spricht ein Andrer Es zwingt uns der Kriegesmann unser Vater-

Man beraubt uns unsrer Güter ach wie man- Wird von diesem Heidenvolke gantz gemacht Mancher Ort wird eingeäscht unsre Weiber Werden liederlich entehrt unsre Schaf’ und

Treibet man weg aus dem Lande bald schlägt So beklagte fast ein Jeder die vergallte Krie- Es erschrikkt der König selbst den doch sonst kein Es wird sein geängstigt Hertz itzo zum Gebet’ er-

Er geht oft in Gottes Hütten fleht mit aufge- Daß Er ihn doch wolle setzen in den göldnen Schone sprach Er liebster GOtt schone doch Schau die höchste Noht doch an womit wir itzt

Laß dein Zornenfeur erleschen welches unsre Selbst in Dir hat aufgeflammet spring uns Wir erkennen zwar gar gern daß wir sind auf Wieder dich herüm geirrt daß wir uns auf sol-

Oftmals haben finden lassen da dir grosser Hertzlich sehr hat vor geekelt: Oft hat dein Aus verstokktem bösen Sinn’ und verfluchtem Mit der väterlichen Huld die du uns erzeigt ge-

Daß wir also diese Straffe die uns itzo plagt Von dir wohl verdienet haben ja auch wohl Aber denke doch zu rükk und laß deine Hülf’ er- Dekk’ all’ unsre Sünde zu sieh an unser hertzlichs

Und die milden Bussethränen die dein armes Schau doch wie das Blut der Deinen wie ein Wirst du deines Eigenthums liebster GOtt itzt Sondern alle Missethat nach Gerechtigkeit be-

O so ist es gantz verlohren dieser starke Heeres- Und der Heiden große Menge frißt uns gleich- Wilst du aber ja mein Gott unser nicht in Gna- Und dich von dem großen Zorn deines Grimmes

Ach so schon doch deines Nahmens wie auch So von diesem bösen Volke wird mit Hohn Hilf uns bitt ich noch einmal und bedekk all’ Zeig uns deine Vatergunst und laß dich genädig

Dann so wollen wir dir danken und die große Die du uns Gott wirst erzeigen hoch erheben Also bat der König Saul schikkt sich drauf mit Gegen die Philisierschaar wie Gott wil getrost

Er wird in sich selbst ermuntert bildet ihm ge- Daß der Allerhöchste Helfer werde sein Gehül- Er berufft gantz Jsrael saget: auf! greifft zu den Seit in eurer Freyheit wach gebt dem Feinde was

Seht es ist die höchste Noth geht den Feind ge- Und seyd bey euch selbst versichert Gott ist mit Frisch gewagt ist halb gesiegt. Darauf schläget Es versamlet sich das Volk und wird ein groß

Man bricht auf und schlägt ein Lager so daß Jenen auf des Feindes Seiten gar vernehmlich Saul vnd Frischen die Gemühter auf den verfluchten Feind

Da lest sich auf jener Seiten Der weit über Andre reichet den man sieht bey Als ein grausames Gespenste vor dem fast die Er- Dieser tritt nun trotzig her im Gemühte gantz ver-

Denket Jedermann zu fressen speyet gleichsam Aus dem prahlerischen Rachen das erschrekk- Als nun Saul den großen Riesen hatte hören heff- Und wie Er Jsrael trotzt vnd zwar das zu dreyen

Wird ihm endlich angst vnd bange Jeglicher Keiner ist so weit behertzt der sich mit ihm wa- Denn Er trug auf seinem Kopf einen Helm von Den kein Schwerdt durchhauen kan sein er-

Gleichet einem Weberbaume war mit Waf- Daß Jhm kein Jsraeliter unter Augen wolte Dieser spottet nun das Volk mit viel liederlichen Schimpft und höhnet Gottesheer sprützet aus

Lauter Schand- und Schmeheflammen prah- Raus ihr feigen Lumpenhunde! Was seyd jhr Hat denn keiner nicht das Hertz daß Er eins mit Kommt ich wil euch allzumal wie die Fliegen nie-

Trotz sey Jsrael geboten! Ist ja einer wo so So wil ich ihn so zerknirschen daß ER an mich Aber wo gar keiner ist der mit mir allein wil fech- Wohl! So kommt zu zehnen her kommt mit drey

Die ihr vor die Stärksten schätzet Ja kommt Kommt ihr feigen Berenheuter kommt ihr Bringet euren GOtt mit euch und laßt ihn nur Lasset ihn mit Donner Blitz sich aufs beste nur

Auf Jhn geb’ ich ja nicht So viel! Ist Er so ein Wohl! Ich wil es bald erfahren was er vor Endlich konte GOTT der HERR solchen Trutz Fänget sein beliebtes Volk Jsrael an zu beleh-

Wie Er wunderbarer Weise Sie von der Phi- Augenschetnlich woll’ erretten so auch bald ge- David war ein Junger Mensch Jsaiens Harfen- Und sein allerjüngster Sohu seiner Schafe treuer

Bräunlich zahrt und schön von Augen etwan Oder wie der schön’ Dieser macht sich auf den Weg Sauls Soldaten Und wie es bey solcher Zeit mit den Brüdern zu

Welchen auf Befehl des Vatters Er Getränk Etwas Brodt und frische Käse So die Mutter Da vernahm Er alsobald daß sich Goliath gerüh- Alles Jsrael gepocht und welchs Jhm gar nicht

Gottes Heerzug so verschmehet. Sprach Er: Der barbarische Verächter GOttes Volke Soll der ungeschikkte Hund Jsrael so sehr verklei- Soll der große Tölpelskopf etwa im Gehirne mei-

Daß Er uns verschlingen wolte? Nein das ge- Dafür muß Er Straffe leiden. GOtt wird sei- Heute noch auf diesen Tag da er nicht gedencket Gott wird in gar kurtzer Zeit hoff’ ich ihm das

Und gantz Jsrael erretten. Aber sagt was Dem Der mit diesem Ungeheuer hat die Sachen aus- Wer den Goliath erlegt sagt’ ihm einer der soll Daß Er unsres Königs Kind als sein Ehgemahl

Wer den Goliath ertödtet wird des Königs- Und bekommt das schöne Fräulein Michal zu Aber als dieß kaum geredt kam des Davids Brü- Der fiel Jhn bald neidisch an sprach: Was wilst

Gehst du denn so von den Schafen? Geh und Oder wil dir Füsse machen! Wer befiehlet dir Hast du denn sonst nichts zu thun als daß du all- Hörest neue Mährchen an und wilst den Schar-

Doch vielleicht wilst du Jhn schlagen. Geh du Geh und warte deiner Schafe die dir anbefoh- Zwar es thut dem David weh kan sich aber bald Spricht: Was hab’ ich denn gethan? ist mir es

Bring’ ich dir und deinem Hauptmann denn Gab mirs nicht dein und mein Vater? ist denn Endlich schweiget David still faßt die Sachen Und begehrt von diesem Werk’ im geringsten nicht

(denn es sind nicht schlechte Sachen) Nim̃t Fället alsbald vor Jhm nieder und fängt so zu Großer König wehrter Herr Unser GOTT im Hat dich über Jsrael zum Regenten hoch erho-

Daß du ihm wol vor-solst-stehen: Nu hat Go- Dich und Jsrael gehöhnet wie Er denn viel- Daß Jhm keiner unter uns werden können abe- Sondern werden allzumal Jhme müssen unter-

Aber kein Jsraeliter soll deswegen Hertz und Sinken oder fallen lassen. Schau so jung ich Wil ich mich doch unterstehn mit dem Goliath Denn ich weiß gewiß daß GOtt mir wird feste

Gott ist in den Schwachen mächtig. Ob ich Ist das Hertze desto größer. Darüm laß mich Und gib zu daß ich das Volk mag durch meine hab' ich doch unlängst den Beer und den grim- mig-wilden Leuen

Unverletzet überwunden der GOtt der zur Mir so große Stärk ertheilet wird auch seine Woran ich nicht zweifeln wil gegen mir erschei- Er wird meine schwache Hand kräftig stärken sol-

Daß die Nachwelt es wird rühmen Ich wil Lehren wie er Gott soll fluchen wie er seinen Lä- Und sein Schandesvolles Maul über uns soll las- Sein Leibeignes Schlachteschwert soll ihm sei-

Bey Dem der im Himmel wohnet schwer’ ich Und du magst es eh nicht glauben biß du es Welches bald erfolgen soll. Als nun David dieß Fieng der König zu ihm an: Bist du Knabe denn

Mit der närrschen Fantasie? Ist dir dein Ge- Bist du denn nicht bey dir selber? Oder ist dein Daß du dich wilst unterstehen solchen grossen Meinst du David sag doch an mit dem Goliath

Wenn ein Lamm den Wolff zerreisset dann so Daß der ungemenschte Riese wird von dir er- Wo denn hast du solche Macht und so große Wo hast du den Heldenmuth und ein solches Hertz

Sage mir es doch nur einmal. David du bist Oder es ist dein Gemühte großer Rasereyen David aber sagte dranf: Nein O gnädiggroßer Es ist keine Tollheit da. Freylich bin ich viel zu

Wenn ich mich als mich betrachte. Gott ist Der so hoch- und große Dinge durch mich Klei- Es hat keine Raserey mein Gemüht’ und Hertz Es wird kein tollkühnes Werk großer Herr bey

Es hat mich auch meine Mutter niemals durch Etwan wie man meint bezaubert Es hat So man in der Hexenkunst brauchet Jemals Der Gott Abraham hat mir solche Heldenkraft

Mit dem und in dessen Nahmen tret’ ich die- Und bin bey mir selbst versichert Gott ist mit Sehet was der Glaube thut! O du ädler Grund Schild so vieler Märterer helle Fakkel der Pro-

Seelenlabsall Ziehl der Hoffnung Weg zur Weß sich David unterstehet das hast du in Jhm Endlich sprach der König so: David du begehrest Die gantz unbegreiflich sind die mich gantz bestür-

Es heischt weder dein Vermögen noch dein Solch ein unerhörtes Kämpfen. Doch versuche Aber wenn ich rathen soll liest du solche Sachen Den ich fürcht’ es wird der Feind dich zermal-

David stürtz dich doch nicht selber in dein Un- Bitte sonst was du begehrest es soll unversaget Und gebrauche doch Vernunft. Wer sich in Ge- Kömmet oft darrinnenüm. Welcher Feur und

Wird gar oftermals verletzet. David höret die- Bleibet aber fest bestehen und bedenkt nicht die Wie viel mehr der König wehrt so viel mehr Er Und wird zu dem Riesenkampf’ allzeit heftiger

Wie die tapfren Brittenhunde wenn sie einen Sich je mehr und mehr erhitzen wenn man Also macht es David auch: Die erhitzten Sinnen- Die der Himmel angestekkt schlagen über jhm zu-

Seines Jsraels Errettung machet bey Jhm Die Er nicht begehrt zu leschen als mit Golia- Endlich gabs der König zu sprach: Hat GOtt Wie aus allem es erscheint wol so laß’ ichs gern

Gott der Höchste mag dich schützen und sein Dekke dich mit seinen Flügeln daß kein Unfall Hierauf rief man Abner her dieser muste gute Küras Degen Helm und Schild herzubringen

Nicht die etwan der Oder auch der schwartze (als der freye Tichter leugt.) Sondern was den Wenn Er sein geschwornes Volk vor den Feind

Hier wird David gantz beharnischt man setzt Der sich gar nicht wohl wil schikken man stekkt Gürtet Jhm ein gutes Schwert an die unge- Henkt den Schild an seinen Arm und ermahnet

Man zeigt ihm das beste Fechten. Dieser weist Der ein vortheilhaftes Lager Jener einen an- Run geht unser David fort und ist wohl heraus Aber der so fromme Held weiß ja gar nicht wie Er

Er weiß sich nicht drein zu schikken weiß nicht Die Goldschimmerende Waffen sind ihm schon Wenn man Jhn sieht also gehn muß man seiner Denn Er trägt den Schild nicht recht und weiß

Bald wird ihm der Helm verschoben bald henkt Bald schimpft Jhn sein eigner Bruder spricht: Keiner der den David steht kan das Wesen recht Keiner ist der es begreift was der Höchste wil be-

Einer gehet zu dem Andern wundert sich ohn Fragt was dieses doch soll werden und geden- Dieser spricht: Ach sehet doch wie das junge Blut Schaut wie doch der gute Mensch wird so jäm-

Wer hat Jhm doch eingerahten daß Er sich so Und in seiner großen Einfalt an den starken Rie- Jener aber neidet Jhn: Was darf Der sich unter- Wil denn solch ein Kind das Lob in gantz Jsrael

Lekker Ruhten auf den Hindern! In die Hand Laß dieß Werk versuchten Rittern. Doch! Er Holla still es muß so sein. GOtt wil Jsrael erlö- Von der Philistiner Hand und von solchem gro-

Aber nicht durch stoltze Waffen daß nicht et- Der vergöldte Schild un Pantzer habe Goliath Gott will seine große Macht in geringerem er- Daß man seine Gütigkeit möge desto besser prei-

David soll mit seiner Schleuder stürtzen diesen Daß der Hoffart nicht darf sagen: Dieses hat Es geht doch so in gemein wenn ein Armer was Oder sonst ein guter Mensch daß es allzeit wird

Aber wenn ein grosser Prahler nur ein wenigs O wie wird da jubiliret über solchen Helden- Gott der kein Gefallen trägt an Jemandes star- Sonderlich wenn man drauf pocht lässet seine

Bloß durch unsern schwachen David der nur Und lest sehen daß sonst Niemand hab’ als Er Als der gute David nun nur ein wenig war ge- Und das fremde Kriegeszeug ihn zu drükken ange-

Kehrt Er wiederüm zu rükke leget Pantzer Von ihm ab und auf die Seiten spricht: Ich Wo ich mit der Lumperey das geringste kan ver- Worzu dienet mir die Last? Sol ich mit so viel

Meinen jungen Leib beschweren? Gebt mir Meine Tasch’ und Hirtenstab denn das ist Ich wil mir fünf Kieselstein’ hier aus diesem Damit wil ich seiner Stirn wie ich hoffe gar

Jsrael soll heute merken ehe noch die Sonne Was uns GOTT vor grosse Gnade hat aus Heute soll durch diese Faust Goliath sein Leben Heute wil ich noch wils GOTT Jsraels Be-

So geh denn in Gottes Nahmen und sprach Hast du Goliath erleget und kömmst wieder her Wil ich dir mein liebstes Kind Michal an die Sei- Michal mein so theures Pfand soll mit dir in

Ich wil sein dein treuer Vater und du mein ge- Geh nun immer hin mein David schau dieß ist David geht mit Freuden fort nimmt fünf auser- Stekkt sie in die Tasch’ hinein und macht sich auf

Eilet nach des Feindes Läger nimmt die Rufft dem prahlenden Philister fragt: Wie ist Wilst du noch mit deinem Maul’ unsern GOtt so Meinst du daß in Jsrael und in seinen kühnen

Die zwar klein doch grosser Sinnen nicht ein Der dich großes Ungeheuer und dein Schand- Hörst du Prahler komm heraus Goliath und Hier ist Einer der mit dir einen Blutkampf wil be-

Damit zeigt’ Er Jhm die Steine diese bilde Sprach Er du verfluchter Lästrer sollen deine Wegen dieser Worte nun wird ein Jedermann Jeder Kriegsmann ist bestürtzt und mit Hertzver-

Was das für ein Streit soll werden. Seht Fordert einen starken Leuen oder Elefanten Wird das nicht ein kämpfen sein! Wenn ein Auf- Unter dem gemeinen Volk’ und es drein und drü-

Wenn es alles tobt und wütet und kom̃t wo Der von schön und altem Ansehn der vernünf- So entsetzet sich das Volk giebt sich alsobald zu Leget den Tumult beyseit und wird von ihm selbst

Eben so wird es auch stille Jeder ist in sich ver- Kan sich nicht genug verwundern und steht Schau der Trotzer kömmt heraus kühne frech Setzt den Sturmhut wohl zu recht wetzet seinen

Als er aber sieht den Knaben welcher mit ihm Fängt er spöttisch an zu lachen sagt: O Sauls Trotz. Und verschone meiner Haut ach wie wird mir

Mein Geblüt ist gantz betrübt mach es doch mein Wo du mich hast überwunden beiß mir bald Kleines Jsraelsches Würmchen. O der grossen Die du junger Schelm begehst! Wilst du armes

Mir dem Ritter Goliath einem Adler abesiegen? Mein! wo waren die Gedanken und was hast Daß du nichts als deine Schleuder Stab und Meinst du denn ich sey ein Hund? Wilst du damit

Da doch nie ein Sebel mir Schaden bey-hat kön- Geh laß deinen König kommen den erschrokk- Oder seinen Hauptmann Abner wo Er einen Ritterlich im Hertzen hat. Aber du geh nur von

Laß dir einen guten Brey oder Eyer in der Pfan- Junger Dieb zum Frühstükk machen wirst du Wil ich nur mit einem Finger welches alles Dir den kleinen Sperlingskopf Ja den gantzen

Drüm so geh mir auß dem Weg und laß einen Wo ich euch zu viel beleidigt. Habet ihr doch Lasset diesen euch nur helfen dem ich biete Hohn Halt! da soll der Teufel dich du verfluchter Hund

Der dir solche Lästerwort’ als dein Abgott anbe- (sprach der David gantz erzürnet) zwar du Degen Spieß’ und starke Wafen so vor Gott Aber ich bin nur allein hier in Gottes Nahmen

Habe nichts als Kieselstein’ und die Schleuder Diese deine letzte Rede soll hier dieser harte Trotz dem stärksten Degen rächen und dein Schau du Gottes Ehrendieb dort mit deinem

Wil ich dir den Schelmenkopf vor die Füsse nie- Dein verhasster Leichnam aber und dein gantz Soll der Vögel Speise werden wenn auch Damit alle Welt mag sehn und frey öffentlich be-

Daß der GOtt in Jsrael sey der rechte GOtt zu Halt ich wil dir das bezahlen wie du unsern Du Gottloser Ehrenschänder trotzen folst mit Nu bat David starker GOtt steh mir itzo doch

Hilf mir diesen Götzenknecht dieses Ungeheur be- Welcher deinen großen Nahmen und gantz Lenke meine schwache Schleuder gib dem Damit schleudert David loß trifft dem Goliath

Daß der scharfe Kieselstein fähret biß zu dem Ge- Da fängt an das Blut zu sprützen wie ein star- Goliath dekkt seine Wunde mit der Hand und Guter Kerl das ist noch nichts. Aber sein Gesicht

Alle seine Lebenskraft mählich aus den Gliedern Endlich fällt das Bloch darnieder kan vor Blut Er bemühet sich zum höchsten ob Er wieder Aber es ist all ümsonst auch wie oft Er es versu-

Trauet in dem Sterben noch lästert Gott Macht es wie ein Kettenräkel welcher wenn Und kan sich darauf nicht rächen in die harte So thut sag’ ich Goliath also geht es auch dem

Er zerfleischt sein eigne Hand daß Sie ihm nicht Gegen solchen schwachen Knaben Er beist in Wünschet daß Er nie gesehn den betrübten Ta- David steht Jhm lauge zu und wil gern das Ende

Und getrauet ihm doch nicht allzunah hinzu zu ge- Er befürchtet sich (wie billich) Goliaths ver- Möchte sich im Grimm’ ermuntern der sich Unversehns ihn bey dem Arm’ oder bey dem Fuß’

Und ihm also Haut vnd Haar über seine Ohren Ja wohl gar in Stükke reissen. Darüm geht Er Biß Er eigentlichen merket daß die Kraft ver- Dann geht Er getrost hinzu nimmt Jhm seinen

Der gewißlich am Gewicht’ einen Zentner möchte Fasset ihn mit beyden Händen hauet ihm den Schikkt die Seele zu der Helle die sein zugeeig- Dreymal hieb der fromme Held Goliathen in den

Eh Er solchen Ochsenkopf konte von dem Leib’ ab- Als dieß die Hebreer sahen schrien Sie: Er hat Gott wir danken dir von Hertzen vor das heut- Aber als der Feind vermerkt wie es Goliath ge-

Ruffen Sie eigenhellich mit erschrokknen Laster- Seht der kleine Hexenknabe die verfluchte Teu- Hat doch endlich noch gewonnen! Nun ist es ja Unser Stärkster ist dahin. Es beginnen ihre Hauf-

Eh als man noch einen Jagt gantz erschrokken Einer hier der Ander dorthin. Jsrael verfolget Sebelt was es antrifft nieder wie das dum- Darauf kommen Sie zurükk und ererben gute

Die zuvor bedrängt und arm werden itzund reiche David zieht mit Freuden ein wird vom König’ Und zu hoher Ehr’ erhaben weil Gott ihm das Seht nu wie der fromme GOtt doch den

Wenn die Noht am grösten ist wunderbar Drüm hat der sehr wol gebauet der sich In Betrübnüß Angst und Nöhten auf

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