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1621–1681

An den Neid.

Georg Neumark

Wje köm̃ts vergifft er Neid du dein stets eigner Henker Du böses Schlangenkind du hellisches Geschlecht Du Friedenstörer du du Teussels Stekkenknecht Du blauvergalter Mund du dein selbst eigner Kränker

Wie kömmt es sag’ ich noch du Unglüks angedenker Daß du must allezeit verüben deine Tükk’ Und wetzen deinen Zahn wenn wor ein gutes Glütk Der Tugend ist beschehrt? sag an du Ehrversenker.

Doch schweig ich weis es schon. Gleich wie dem klahren Liecht (jm fall der göldne Glantz Apollens zu uns bricht. Und denn der Silberschein von seinen Ehegatten )

Der dunkle Schatten folgt; so folgstu überal Der ädlen Tugend nach. Kurtz wisse dieses mal Die Tugend ist das Licht du aber schwartzer Schatten.

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An den Neid. · Georg Neumark · Poetry Cove