An Deinem Wort' am höchsten Gut'
Hab' Ich Gott mein Ergetzen
Denn wenn mich wil mein Fleisch und Blut
Ins Sündenfinstre setzen
So muß es eintzig und allein
Mein Lebenslicht und Fakkel seyn.
Nach diesem soll mein Hertze sich
In wahrer Demuht richten
Dein guter Geist nur leite mich
Damit mein Thun und Tichten
Sey eintzig und allein geziehlt
Dahin wo mir dein Wort befiehlt.
BaRBArisch auf die Sündenbahn
Pflegt mich die Welt zu leiten
Wenn aber Ich Dein Wort seh' an
Merk' Ich die Eitelkeiten
Dadurch die Seele wird gekränkt
Und in den hellschen Pfuhl versenkt.
Raubt Mir ein Unglük die Geduld
Daß mein Vertrauen hinket
An Deiner väterlichen Huld
Und mein Gemühte sinket
So ist Mir dein liebreiches Wort
Ein süßer Trost und starker Hort.
VoN manchem groben Sündenwust'
Ich kan befreyet bleiben
Des frechen Fleisches schnöde Lust
Kan Ich dadurch vertreiben.
Denn wenn durchs Wort der Geist obsiegt
Gar bald das Sündenfteisch erliegt.