Unter den schönen rohten Apfelwangen Offte nicht hoffend wird ein Wurm gefangen; Also die Menschen die man meint vol treuen Soll man offt scheuen.
Denn wenn vielleicht der Mund an einem Ohrte Stösset heraus die zukkersüssen Worte Lässet das falsche Hertz ihm doch gefallen Bittere Gallen.
Eben auch so (zwar schönste Schäferinne Falscheste Doris andre Perelinne) Biflu gesinnet. Denn auf dich zu bauen Darf man nicht trauen.
Gleich wie die Nuß die man mit grossem Krachen Zwischen den Zähnen pfleget aufzumachen Krellet und endlich doch ist nichts zu naschen Als Würm’ und Aschen.
Also bemühet bin ich auch gewesen Eh ich treulose deiner Gunft genesen; Aber nun find’ ich vor die Liebesfreuden Liederlichs Reiden.
Tausendmal hett’ ich wol darauf geschworen Daß du zum Liebsten mich allein erkohren Aber nun seh’ ich daß ich jenem Bleichen Schimpflich muß weichen.
Warlich Er ist doch ja von schlechten Gaben Wunder daß du den Thoren lieb kanst haben Doch! Er ist Reich hat grosse Klumpen Gelder Wiesen und Felder.
Höre wie offt hast du gesagt: Jhr Sterne Zeuget daß mein Gemüht’ an Falschheit ferne Auch daß mein Lieben sey ohn alles Triegen. Pfuy der Lügen!
Weistu nicht daß der Himmel die gerochen Welche so schändlich ihren Eyd gebrochen Fahre nur hin du wirst es bald erfahren In turtzen Jahren.
Aber nicht daß mich etwan deine Schmertzen Kützelen solten. Nein ich trag’ im Hertzen Als dein getreuer Schäfer mit dir Armen Grosses Erbarmen.
Dieses nun bin ich von dir inne worden Schändliche Doris aus dem falschen Orden. Doch acht’ ichs nicht bistu doch nicht alleine Die ich wolmeine.
Wilstu nicht lieben kanstu es wol lassen So wol als Hertzen kan ich dich auch hassen Doris hinweg ein ander treues Küssen Wil ich bald wissen.
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