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1697

Uber die gestalt der Sylvia

Benjamin Neukirch

Ich finde zwar sehr viel die schön und artig seyn; Dann eine rühret uns durch ihrer augen schein Die andre lacht und prangt mit lippen von corallen An vielen pflegen uns die haare zu gefallen

Die hat ein kleines kinn und eine steiffe brust Die macht durch ihren gang uns zu der liebe lust Die führt ich weiß nicht was für anmuth in den lenden Und andre fesseln uns mit ihren marmel-händen;

Du aber Sylvia hast alles diß allein: Dann iedes glied an dir kan eine kette seyn. Wie soll mich ärmsten dann nicht deine pracht entzünden Die wann man sie zertheilt kan ihrer sieben binden?

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