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1697

An Sylvien/ über iher Veränderung

Benjamin Neukirch

Weinet ihr betrübten augen! Weil der mund nicht reden kan. Sylvia speyt voller wahn Da ich ihr doch nichts gethan.

Weinet ihr betrübten augen! Weinet ihr betrübten augen! Schmertz und leiden ist zu groß; Denn der himmel dessen schooß

Neulich mir mit zucker floß Läßt nun alle donner loß. Weinet ihr betrübten augen! Weinet ihr betrübten augen!

Und verhüllet euer licht; Krieg und unruh wird geschlicht Marmel stahl und eisen bricht Aber meine schmertzen nicht.

Weinet ihr betrübten augen! Weinet ihr betrübten augen! Weinet aber nichts als blut Und bewegt den harten muth;

Denn was meine göttin thut Macht kein schlechtes wasser gut. Weinet ihr betrübten augen!

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