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1804–1875

Seltsamer Traum.

Eduard Mörike

Ich sahe nächtlich hinter Traumgardinen Viel Frühlingsgärten blühn und immer ändern; Es tanzten, klein, auf zierlichen Geländern An hundert Figaros mit Cherubinen.

Wie alle Dinge hundertfach erschienen, So sah ich zwischen „Masken, Blumen, Bändern,“ Und zwischen all den „seidenen Gewändern“ Einfach die Einzigen,

Und aus dem sammtnen Frühlingsboden stiegen, Gehoben von melodischen Gewalten, Die Leidenschaften auf als ernste Schatten; Da sah ich, still, mit tief gefurchten Zügen,

Einfach Und

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Seltsamer Traum. · Eduard Mörike · Poetry Cove