Skip to content
1804–1875

Ein Stündlein wohl vor Tag.

Eduard Mörike

Derweil ich schlafend lag, Ein Stündlein wohl vor Tag, Sang vor dem Fenster auf dem Baum Ein Schwälblein mir, ich hört' es kaum,

Ein Stündlein wohl vor Tag: Hör' an, was ich dir sag', Dein Schätzlein ich verklag': Derweil ich dieses singen thu',

Herzt er ein Lieb in guter Ruh, Ein Stündlein wohl vor Tag. O weh! nicht weiter sag'! O still! nichts hören mag!

Flieg' ab, flieg' ab von meinem Baum! — Ach, Lieb' und Treu ist wie ein Traum Ein Stündlein wohl vor Tag.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Ein Stündlein wohl vor Tag. · Eduard Mörike · Poetry Cove