Skip to content
1804–1875

Der Kanonier.

Eduard Mörike

Auf der Erde begegneten sich die Schaaren des Himmels Und der Höllen; es kommt eben zur förmlichen Schlacht. Vorn am Hügel steht ein Teufel bei der Kanone; Sein stets rauchender Schwanz dient ihm als Lunte dabei.

(etwas phantastisch geformt ist der Feuerschlund, Flügel Statt der Räder, stehn hüben und drüben empor: Denn man braucht dies Geschütz zuweilen über den Wolken Bei Blokaden, da fliegt es durch die höllische Kunst.)

Aber der Kerl ist feige; denn während langsam der Nach dem Zündloch bewegt, hält er die Ohren sich zu, Seitwärts über die Achsel nur schielend, jetzo die Augen Fest zudrückend: Tupf! folgt der entsetzliche Knall.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Der Kanonier. · Eduard Mörike · Poetry Cove