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1804–1875

Auf das Grab von Schillers Mutter.

Eduard Mörike

Nach der Seite des Dorf's, wo jener alternde Zaun dort Ländliche Gräber umschließ't, wall' ich in Einsamkeit Sieh' den gesunkenen Hügel! es kennen wenige Greise Kaum ihn noch und es ahnt Niemand ein Heiligthum

Jegliche Zierde fehlt und jedes deutende Zeichen; Dürftig breitet ein Baum schützende Arme umher. Wilde Rose! dich find ich allein statt anderer Blumen; Ja, beschäme sie nur, brich als ein Wunder hervor!

Tausendblättrig eröffne dein Herz! entzünde dich herrlich Am begeisternden Duft, den aus der Tiefe du ziehst! — Eines Unsterblichen Mutter liegt hier bestattet; es Deutschlands Männer und Frau'n eben den Marmor

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