Skip to content
1804–1875

Antike Poesie.

Eduard Mörike

Nur kaum berührt vom ersten Sonnenstrahle; Schau! jetzo stehen hoch mit einem Male Die Gipfel dort in Morgenröthe-Brunst. Doch unten spricht von holder Musen Gunst

Der heil'ge Quell im dunkelgrünen Thale: Wer aber schöpft mit reiner Opferschale, Wie einst, den ächten Thau der alten Kunst? Wie? soll ich endlich keinen Meister sehn?

Will keiner mehr den alten Lorbeer pflücken? — Da sah ich Iphigeniens Dichter stehn: Er ist's, an dessen Blick sich diese Höhn So zauberhaft, so sonnewarm erquicken.

Er geht, und frostig rauhe Lüfte weh'n.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Antike Poesie. · Eduard Mörike · Poetry Cove