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1853

An Fräulein Luise v. BreitschwertFußnoten

Eduard Mörike

O eine kleine Welt voll Leben! Kenn ich sie? Den schwachen Umriß jener Träume, wie? So konntest du ihn fassen, halten, schärfen? – Sie müssen leibhaft sein! nun zweifl' ich selber nicht,

Da sie, bestrahlt von deinem Licht, Entschiedne, holde Schatten werfen. Freund Kerner legte sich, im Reiseschattensinn, Ein Album an, da quetscht er Dintendolken drin,

Und zeichnet jeden Klecks nach seiner Phantasei Mit wen'gem aus und freut sich wie ein Kind dabei: Wird der nicht Augen machen, wenn er sieht, Wie anders dir der Spaß geriet!

Doch ach, was biet ich nun der Künstlerin dagegen, Wenn nicht etwa die Lau sich wird ins Mittel legen? Der gute Curt möcht ich mit seinem Schatze sein: Die Hälfte wenigstens, die goldne, wäre dein!

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