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1804–1875

An einen Liebesdichter.

Eduard Mörike

Damit er auch von Liebe singe, Und hebt ein mächtig Klagen an, Der Ruhm ist groß, die Pein geringe. Nun bist du nicht im selben Fall,

Und lässest auch Gesang erschallen, Obwohl noch keine Nachtigall, Doch mehr als jene Nachtigallen. Was ist denn wohl der Unterschied,

Freund, zwischen dir und zwischen jenen? — Sie singen froh ein traurig Lied, Und du ein fröhlichs unter Thränen.

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