Skip to content
1804–1875

Am Walde.

Eduard Mörike

Am Waldsaum kann ich lange Nachmittage, Dem Gukuk horchend, in dem Grase liegen, Er scheint das Thal gemächlich einzuwiegen Im friedevollen Gleichklang seiner Klage.

Da ist mir wohl, und meine schlimmste Plage, Den Fratzen der Gesellschaft mich zu fügen, Hier wird sie mich doch endlich nicht bekriegen, Wo ich auf eigne Weise mich behage.

Und wenn die feinen Leute nur erst dächten, Wie schön Poeten ihre Zeit verschwenden, Sie würden mich zuletzt noch gar beneiden. Denn des Sonetts gedrängte Kränze flechten

Sich wie von selber unter meinen Händen, Indeß die Augen in der Ferne weiden.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Am Walde. · Eduard Mörike · Poetry Cove