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1839

5. Sommer-Refektorium

Eduard Mörike

Sommerlich hell empfängt dich ein Saal; man glaubt sich in einem Dom; doch ein heiterer Geist spricht im Erhabnen dich an. Ha, wie entzückt aufsteiget das Aug im Flug mit den schlanken Pfeilern! Der Palme vergleicht fast sich ihr luftiger Bau.

Denn vielstrahlig umher aus dem Büschel verlaufen die Rippen Oben und knüpfen, geschweift, jenes unendliche Netz, Dessen Felder phantastisch mit grünenden Ranken der Maler Leicht ausfüllte; da lebt was nur im Walde sich nährt:

Frei in der Luft ein springender Eber, der Hirsch und das Eichhorn; Habicht und Kauz und Fasan schaukeln sich auf dem Gezweig. – Wenn von der Jagd herkommend als Gast hier speiste der Pfalzgraf, Sah er beim Becher mit Lust über sich sein Paradies.

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