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1892

Ne quid nimis!

Christian Morgenstern

Machtlos sein in seinem Zorn, seiner Verzweiflung! Nicht wissen wohin!

Auf und ab stampfen in seinem engen Gemach, – durch die Straßen laufen, fahren, –

vergessen – unmöglich! Überall diese Unrast,

dieser Ekel, dieser Haß, diese Verachtung! Und schonen müssen,

was man zerschlagen will, zertreten, zertrümmern will, alles in sich hinein

schlucken müssen, würgen müssen, fast ersticken an seiner Unlust,

nicht einmal schreien dürfen wie ein Tier, nur stöhnen, seufzen,

schelten, knurren dürfen! So wirst du krank, Seele,

müd, matt, vergiftet, – ein Licht, das, niedergehalten,

gierig die eigene Kerze verzehrt.

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