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1892

Genug oft

Christian Morgenstern

Genug oft, daß zwei Menschen sich berühren, – nicht leiblich, geistig nur – daß sie sich„sehn“, daß sie sich einmal gegenüberstehn – um sich danach vielleicht auf immer zu verlieren.

Genug oft, daß ein Lächeln Zweier Seelen vermählt – oh nicht vermählt! nur dies: sie führt, so vor einander schweigend und erschüttert, daß ihnen alle Wort' und Wünsche fehlen,

und jede, unaussprechlich angerührt, nur tief vom Zittern der verwandten zittert.

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