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1892

Berlin

Christian Morgenstern

Ich liebe dich bei Nebel und bei Nacht, wenn deine Linien ineinander schwimmen, – zumal bei Nacht, wenn deine Fenster glimmen und Menschheit dein Gestein lebendig macht.

Was wüst am Tag, wird rätselvoll im Dunkel; wie Seelenburgen stehn sie mystisch da, die Häuserreihn, mit ihrem Lichtgefunkel; und Einheit ahnt, wer sonst nur Vielheit sah.

Der letzte Glanz erlischt in blinden Scheiben; in seine Schachteln liegt ein Spiel geräumt; gebändigt ruht ein ungestümes Treiben, und heilig wird, was so voll Schicksal träumt.

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