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1892

Am Ziel

Christian Morgenstern

Schlote schnauben, Lichter funkeln, Pfeifen schrillen, Rufe schallen, draußen vor des Bahnhofs Hallen harrt Verderber Tod im Dunkeln.

Fest ist alles abgekartet mit dem trunknen Wart der Weiche, daß der Zug das Gleis erreiche, drauf der Gegen-Eilzug wartet.

Und schon wächst es mit den grellen Spählaternen aus der Ferne, glühnder Rauch verhüllt die Sterne, hohl erdröhnt das Holz der Schwellen.

Blind, im Schienen-Überfluge, stampft der Zug die falschen Gleise: Schimmernd grüßt das Ziel der Reise – Leise lacht es hinterm Zuge.

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