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1892

3

Christian Morgenstern

Wäsche ist heute wohl, große Wäsche, droben im Himmelreich. Denn seht nur, seht!

wie viele Hemdlein, Höslein, Röcklein, und zierliche Strümpflein die gute Schaffnerin

über die blaue Himmelswiese zum Trocknen breitet. Die kleinen Nixen, Gnomen, Elben,

Engelchen, Teufelchen, oder wie sie ihr Vater nennt, liegen wohl alle nun in ihren Bettchen,

bis ans Kinn die Decken gezogen, und sehnlich lugend, ob denn die Alte

ihren einzigen Staat, ihre weißen Kleidchen, nicht bald ihnen wiederbringe.

Die aber legt ernst und bedächtig ein Stück nach dem andern noch auf den Rasen.

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