Wo soll ich schiffen hin?
Mein Rachen ist gar kleine,
Gar schüchtern ist mein Sinn.
Im hohen Meere draußen,
Da sind die Wogen groß,
Da läßt aus Ost und Westen
Der Himmel die Stürme los.
Da jagen die Korsaren
Nach jungem Christenblut,
Da singen die Sirenen
Und locken hinab in die Fluth.
Am Ufer sitzt ein Mädchen,
Die hat ein Augenpaar,
Das droht mit Feuerflammen
Mir tödtliche Gefahr.
Sie strickt an einem Netze,
Will drin mich fangen ein,
Ihr Haar hat lange Flechten,
Dran soll ich gebunden sein.
Du liebliche Sirene,
Sirene von dem Strand,
Laß deine Stimme tönen
Hell über Meer und Land.
Tief unten in den Fluthen
Da ist ein goldnes Haus,
Da ruhen die Ertrunknen
In weichen Armen aus.
In diesem Liebesmeere
Wo wird die Ruhstätt' sein?
Entweder an deinem Herzen,
Ach! oder im Grabe mein.