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1794–1827

Die Lauberhütte.

Wilhelm Müller

In deinem grünen Zelt! Hier seh' ich erst dich blühen, Hier blühet deine Welt. Mir ist's, als ob ich träte

In ein gelobtes Land, Als ob der Lauf der Zeiten Sich habe umgewandt. Entlaubt sind unsre Bäume,

Verblüht ist unser Feld: Hier seh' ich Lenz und Sommer Als Brüder froh gesellt. Der Herbst will auch nicht fehlen

In diesem schönen Haus, Und sucht für seine Früchte Sich Blumenzweiglein aus. So prüfen Duft und Schimmer

Wetteifernd ihre Macht: Es flammen hohe Kerzen Wie Sterne durch die Nacht. Und aus den blanken Becken

Steigt Weihrauch stolz empor: Da trauert manche Rose, Weil sie den Rang verlor. Du siehst mich an, Geliebte,

Und mir versagt das Wort: Du wirst mich nicht verstehen An diesem Zauberort. Wie, solltest du mir folgen

In trübe, kalte Luft, Aus deinem Vaterlande Voll Gluth und Glanz und Duft?

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