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1794–1827

Des Müllers Blumen.

Wilhelm Müller

Aus hellen blauen Augen sehn; Der Bach der ist des Müllers Freund, Und hellblau Liebchens Auge scheint, Drum sind es meine Blumen.

Dicht unter ihrem Fensterlein Da will ich pflanzen die Blumen ein, Da ruft ihr zu, wenn Alles schweigt, Wenn sich ihr Haupt zum Schlummer neigt,

Ihr wißt ja, was ich meine. Und wenn sie thät die Aeuglein zu, Und schläft in süßer, süßer Ruh', Dann lispelt als ein Traumgesicht

Ihr zu: Vergiß, vergiß mein nicht! Das ist es, was ich meine. Und schließt sie früh die Laden auf, Dann schaut mit Liebesblick hinauf:

Der Thau in euren Aeugelein, Das sollen meine Thränen sein, Die will ich auf euch weinen.

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