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1794–1827

Der Dichter, als Epilog.

Wilhelm Müller

Tret' ich noch einmal in den vollen Saal, Als letztes, fünf und zwanzigstes Gedicht, Als Epilog, der gern das Klügste spricht. Doch pfuschte mir der Bach in's Handwerk schon

Mit seiner Leichenred' im nassen Ton. Aus solchem hohlen Wasserorgelschall Zieht Jeder selbst sich besser die Moral; Ich geb' es auf, und lasse diesen Zwist,

Weil Widerspruch nicht meines Amtes ist. So hab' ich denn nichts lieber hier zu thun, Als euch zum Schluß zu wünschen, wohl zu ruhn. Wir blasen unsre Sonn' und Sternlein aus —

Nun findet euch im Dunkel gut nach Haus, Und wollt ihr träumen einen leichten Traum, So denkt an Mühlenrad und Wasserschaum, Wenn ihr die Augen schließt zu langer Nacht,

Bis es den Kopf zum Drehen euch gebracht. Und wer ein Mädchen führt an seiner Hand, Der bitte scheidend um ein Liebespfand, Und giebt sie heute, was sie oft versagt,

So sei des treuen Müllers treu gedacht Bei jedem Händedruck, bei jedem Kuß, Bei jedem heißen Herzensüberfluß: Geb' ihm die Liebe für sein kurzes Leid

In eurem Busen lange Seligkeit!

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