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1882

La Sirena

Clara Müller-Jahnke

Olivenbäume am grauen Meer . . . aus silberschimmernden Schatten her grüßt, von des scheidenden Tages Glut rosengekrönt, ein Traum der Flut:

Capri. Aus den Grotten tönt verwehter Klang, der schlummernden Brandung Nachtgesang. Wie ein Schatten schwimmt lautlos und weich

unsre Barke durch das Klippenreich von Capri. Meine Lippen liegen auf deinem Mund . . . Still du! – wir gleiten auf falschem Grund.

Sirenen lauern im Mondenschein, und die Toten schlafen in leuchtenden Reihn um Capri.

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