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1882

Im Novembersturm

Clara Müller-Jahnke

Der Sturmwind rast und der Regen schlägt ans Fenster in schweren Tropfen – Ich fühl in der tollen Novembernacht mein Herz wohl hörbar klopfen.

Es schlägt in brennender Ungeduld sehnsüchtig und beklommen . . . Ach, wenn die Stunde doch Flügel hätt' und wäre der Winter gekommen!

Und deckte die Ströme das blinkende Eis und der Schnee die schweigende Runde – und wären wir endlich allein, allein in der heimlichen Mitternachtsstunde!

O Liebster, Liebster, – der Sturmwind rast und der Regen rauscht endlos nieder – mir aber fluten durch Haupt und Herz traumselige Liebeslieder.

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Im Novembersturm · Clara Müller-Jahnke · Poetry Cove