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1776

Trennung

Johann Martin Miller

Nur einen Tag entreiß' ich mich, Du holde Seele, dir, Und doch trübt meine Seele sich, Und dämmrig wird es mir.

Gott, welch ein Schicksal, rief es mich In fernre Gegenden, Sollt' ich, du liebe Seele, dich Auf längre Zeit nicht sehn!

O Trennung, Trennung! wende sie, Du Gott der Liebe, ab! Des Lebens Wechsel trenn' uns nie, Auch trenn' uns nicht das Grab!

Laß unsre Seelen einst, o Gott, Mit einem Hauch verwehn! Laß uns vereint noch nach dem Tod Vor deinem Throne stehn!

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