Skip to content
1782

Der Einsame

Johann Martin Miller

Hier im Schoß der Einsamkeit, Die kein wilder Lärm entweiht, Unter Eichen, An Gesträuchen

Fühl' ich meine Lebenszeit. Still und ernsthaft, wie der Hain, Soll mein Herz in Zukunft sein. Flieht, ihr Sorgen!

Jeder Morgen Ladet mich zur Freude ein. Träg und weichlich heißt jetzt zart; Spott, des Geistes Gegenwart.

Jeder Heuchler, Jeder Schmeichler Heißt ein Mann von Lebensart. Tugend, Freundschaft, Freiheit, euch

Tausch' ich um kein Königreich! Wollust schändet, Hoheit blendet, Unschuld macht uns Engeln gleich.

Trotz dem Sturme, der mir dräut, Schleich' ich durch das Thal der Zeit Im Geleite Stiller Freude

Zu der nahen Ewigkeit.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Der Einsame · Johann Martin Miller · Poetry Cove