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1782

Agathon

Johann Martin Miller

Nur von ferne muß ich stehn, Stutzer sie umflattern sehn, Schmeicheleien ihr zu Ehren Überall erschallen hören.

Nur von ihrem Agathon Hört sie keines Lobes Ton. Auf mein glühendes Gesicht Sieht ihr mildes Auge nicht.

Meine Blicke starren nieder, Schauer bebt durch alle Glieder. Ach, von ferne muß ich stehn Und den holden Engel sehn.

Aber stünd' ich auch vor ihr, Himmel, ach, was hülf' es mir! Bebend würd' ich sie betrachten, Seufzer unterdrücken, schmachten;

Aber nie mein Leid gestehn Und um Gegenliebe flehn. Wenn nicht bald ihr Engel sie Mir gewinnt, dann sieg' ich nie.

Wie die Blum' in öden Gründen Werd' ich aus der Welt verschwinden; Keine Seele kümmert sich, Und kein Auge weint um mich.

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