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1639–1681

Sonnet auf eine Hochzeit.

Heinrich Mühlpfort

Nun will Cupido sich mit Myrten wieder schmücken Er legt die Wermuth hin so nur bey Gräbern nützt Und weil die Mutter selbst im Sternen Schmucke blitzt So ist er auch bemüht sich zu dem Fest zu schicken

Er sieht die schöne Braut mit höchster Anmuth blicken Und wie der holde Glantz des Liebsten Hertze ritzt. Er lacht daß er so scharff hat seinen Pfeil gespitzt Und ihn so meisterlich kan in das Hertze drücken.

Was will sie Jungfer Braut noch ihre Glut verdecken? Die Liebe deckt man nicht wie sehr man sie verhelt Jhr ewig Zunder brennt im Mittelpunct der Seel Die nichts als Gegengunst des Liebsten kan erstecken.

Und weil sie der gewiß so mag sie sich drauf freuen Die Venus selbsten will umbs Bette Blumen streuen.

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