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1639–1681

Sonnet.

Heinrich Mühlpfort

Ach ewig Vaterland! Ach Wohnhauß voller Freude! Wie sehn ich mich nach dir wie hoff ich Tag und Nacht Daß mich ein seelig Tod frey von den Fesseln macht Darinn der sieche Leib muß unauffhörlich leiden.

Ich brenne vor Begier aus dieser Welt zu scheiden Dem Nothstall aller Angst wo bleicher Kummer wacht Und neue Trübsal blüht und Laster-reiche Pracht Offt das Gewissen lockt des Höchsten Wort zu meiden.

Auff Seele! Schwinge dich zu der gestirnten Höh! Du bist als Pilgerinn in Thränen hier gegangen Nun aber wirst du dort den Gnaden-Lohn empfangen Und wahre Himmels-Lust folgt auf der Erden Weh.

Laß was verwesen kan im Schos der Erden ligen Du must nach Adlers Art zur Lebens-Sonne fliegen.

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