Willkommen Schöneste die meinen Geist erquickt Die meine Seele durch ihren Glantz entzückt Willkommen Schatz mein ander Leben Der ich mich gantz und gar ergeben.
Stern aller Freuden schöneste Perlemuth Wenn deiner Augen blitzende Liebes Glut Bestrahlet mein entbrandtes Hertze So acht ich nicht der Sonnen Kertze.
Denn dein Gesicht weiset den Himmel mir Wie der beblümet wird von der Sternen Zier; So streu’a auch deine Fackeln funcken Die in die Seele mir gesuncken.
Was ich nur dencke was ich nur red’ und thu Das auserwählte Perlemuth das bist du Ich geh ich steh ich schlaf’ ich wache So bleibst du doch der Zweck der Sache.
Holdreiche Göttin die meinen Geist bezwingt Und die das Siegsfahn über mein Leben schwingt Mich dünckt daß alle Seeligkeiten Mit deinem Eintritt dich begleiten.
Gast dessen gleichen mir nicht der Erden Kreiß In allen Enden einst zu gewähren weiß Was nicht die gantze Welt kan schicken Mit dem kan Oelße mich beglücken.
Wie aus des Himmels Zimmern die Morgenröth Jm höchsten Purpur gleich eine Fürstin geht So ist mit nicht geringerm Lichte Umbgeben Schatz dein Angesichte.
Du trägest8 Rosen gleichwie dein Name heist Und theuren Perlen gleichet dein edler Geist Ich lasse Geld und Güter fahren Du bleibst die beste von den Waaren.
Daß mir dein Anblick schencket die höchste Lust Daß deine Worte gleichfals der Liebekost Daß dein Kuß kan die Seele weiden Sind nur ein Vorbild grössrer Freuden.
Ach Sonne renne kürtze der Tage Rest Biß daß erscheinet unser Vermählungs-Fest Daß wir den besten Zweck erzielen Und unsre Glut zusammen spielen
Der Augen Sterne der Wangen Rosen-Glut Der Schnee des Halses der Lippen Purpur-Blut Der Brüste rund-geschwollne Hügel Verbleiben unsrer Liebe Sigel.
So hat die Venus nicht den Adonerfrischt Wenn sie vergnüget haben im Wald getischt Als deine Gegenwart mich tröstet. Und mir das Liebes-Manna röstet.
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