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1639–1681

Ein anders.

Heinrich Mühlpfort

Beständigkeit wenn alles bricht Hemmt doch getreue Liebe nicht Sie schenckt zu letzte Kronen. Wer Tugend zu dem Grundstein legt

Den will sie auch belohnen Die bleibt mir in das Hertz geprägt. Die ists die eintzig mich erfreut Beständigkeit.

Beständigkeit ach schöner Sieg! Wann der Begierden Kampff und Krieg Muß gäntzlich sich ergeben! Du Herrscherin bezwingst den Tod

Und wenn schon unser Leben Geräth in Kummer Angst und Noth Stellst du doch uns zu der Seit Beständigkeit.

Beständigkeit vertrauter Schatz Soll stets in meiner Seele Platz Und Oberhand behalten. Den Himmel der sonst alles fügt

Den laß ich drüber walten. Nichts hat mich auf der Welt vergnügt Als du du Hoffnung meiner Zeit Beständigkeit

Beständigkeit die macht mich fro Nun ich dich werthste sehe so Dergleichen Kleinod tragen. Was eintzig unsre Liebe ziert

Davon der Neid muß sagen Ist daß sie Sieges-Palmen führt Die durch viel Proben eingeweyht Beständigkeit.

Beständigkeit mein höchstes Gut Ein treues Hertz ein gleicher Muth Soll ewig dir verbleiben. Hyelle Perle keuscher Zucht

Die Sternen unterschreiben Den Schluß bewärthe Liebe Frucht. Es siegt nunmehr trotz allem Neid Beständigkeit.

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