Ich bin vergnügt dein schöner Rosen-Mund
Hat meinen Geist und Seele recht erquicket;
Dein Kuß macht mir des Hertzens Meynung kund
Und gleicher Trieb hat meine Seel entzücket.
Ich sage diß du hast nun obgesiegt;
Ich bin vergnügt.
Ich bin vergnügt dein Hertze erquickend Kuß
Begegnet stets der Gegenwart der Seele
Eh’ diese noch zurücke lauffen muß
Wart meiner schon in der Corallen-Höle.
Ich fühle wol woran mir alles ligt
Ich bin vergnügt.
Ich bin vergnügt dein heisser Kuß entdecket
Wie treu du liebst! wie redlich deine Flammen!
Es brennt ein Feur das im Verborgnen steckt
Biß endlich schlägt die lichte Loh zusammen:
So auch ein Hertz das alles überwiegt
Ich bin vergnügt.
Ich bin vergnügt in deinem süssen Kuß’
Hab ich noch mehr als Ambrosin geschmecket
Es ist fürwahr der Anmuth Uberfluß.
Ein Aufboth der stets neue Lust erwecket.
Ein ander denck ob er dergleichen kriegt
Ich bin vergnügt.
Ich bin vergnügt und ruh in deiner Schoß
Hyelle Schatz und Sammelplatz der Freuden
Die Liebe macht mich aller Sorgen loß.
Ich will bey dir in nichts als Rosen weiden
Und sage stets weil es der Himmel fügt
Ich bin vergnügt.