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1639–1681

Auf eine andere Hochzeit.

Heinrich Mühlpfort

Ich liesse meine Pflicht in schönen Reimen spüren Wann mir die Blumen in dem Helicon bekandt; So wil Apollo nicht die grünen Geister rühren Und was ich schreiben soll geschicht mit schwacher

Jedoch hochwerther Herr es wird ihm nicht mißfallen Schlägt doch der Jupiter kein Mehl zum Opffer aus. Mein ungeübter Mund kan freylich nichts als lallen; Der Phöbus hat mir nie geschenckt den Lorbeerstraus.

Ich ehre diesen Tag mit tieff verbundnem Hertzen Da wieder eine Braut des Himmels-Gunst ihm schenckt Und wil daß er bey Lust und Anmuts reichen schertzen Vergrabe diese Pein so ihn bißher gekränckt.

Der Höchste gebe Glück und Segen zu dem Stande! Lebt hochgeliebte Zwey in göldner Einigkeit! Die Flamme so da scheint von beyder Liebes-Brande Heg ewigliche Glut die Funcken von sich streit!

Die Parcen spinnen euch von Gold des Lebens Netze! Der Segen aus der Höh krön euer Bett und Stamm! Seht Neff und Niefftelin der Ehe wehrtste Schätze Es lieb und lebe wohl stets Braut und Bräutigam!

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