Als Cäsar in sein Rom siegprangend eingezogen Rüff das erfreute Volck mit voller Stimm Glück zu! Der Käyser leb in Fried der Römsche Staat in Ruh Es streute Blumen aus und baut’ ihm Ehrenbogen.
So oft nun dieser Tag im Jahrbuch wieder kam So sahe man wie Rom in neuen Freuden glam. Wir obzwar Lächel nicht der Weise der Verschmitzte Den hohen Königs-Stab in seiner Hand geführt
Bekennen daß viel mehr sein Leben ward geziert Wenn er sich in dem Feld auf den Schwein-Zepter stützte Und weil der Thaten Ruhm sich nicht verschweigen läst So bricht er jetzt heraus bey seinem Namens-Fest.
Wir thun was Rom gethan in gleichen Andachts-Flammen Und wünschen nur im Geist die Grittle noch zu sehn Wie er als seiner Braut must hertzbeweglich flehn Daß sie die gantze Heerd der Schweine rüff zusammen.
Was kan nicht kluger Witz? Wenn andern was gefehlt So hat doch herr Johanns sein Vieh stets voll gezehlt. Die Jugend ließ sich so in solchen Räncken spüren Und wiese daß diß Holtz ein Götze würde seyn.
Die Thaten traffen auch noch über Hoffen ein. Er wust’ als Ja durch den Zippel-Peltz guckt schon ein Amptmann rauß Und Bärndorff ward vergnügt da
Sein ehrbegierig Geist blieb nicht beym Ofen sitzen. Er wuste daß der Weg der Tugend rauh und hart Daß so ein feiges Blut und weiche Zärtlings-Art Mit grossen Diensten nicht den Menschen könte nützen.
Er gieng den Adlern gleich in freye Lufft und Land Und macht in dem Gebürg als Ritter sich bekandt. Das Glück erstarrte selbst ob solchen Helden Proben Und dachte
Es gab ihm Donnerblick und änderte den Schein. Kurtz Als Hunger ihn geplagt und heisser Durst gequält Ja da ihm auch Taback sein Himmelbrod gefehlt;
Biß endlich Glück und Zeit ihn wiederumb begnadet. Er stieg wie eine Flamm vom Abgrund in die Höh; Hat jemand sich verknüpfft durchs Band der keuschen Eh So spricht man
Und seinem Marschalcks-Ampt ein voll Genügen thut Der Stab prangt in der Hand die Bänder auf dem Hut. Als Ferdinand der Viert’ ins Käyserthum getretten Und mit Panqueten sich auch Schlesien erfreut
Wieß Er umb die Marschalcks-Würd hoch eifrig ward gebeten. Nur daß wie ins gemein die Ehr ihn nicht verrenckt Sein Sinn wird feuriger daß er auf Kunst noch denckt.
Er hört die Bergleut an von vielen Wissenschafften Wie daß seit Noens Zeit das Einhorn nicht mehr sey. Die Erde pflichte selbst der dürren Warheit bey Weil noch das gröste Stück soll in den Bergen hafften
Viel länger als der Thurn den Babel je gebaut Und den man irgends sonst verwundernde beschaut. Er konte nun mit Recht der Künste Meister heissen; Nur weil das Rechen fehlt so setzt er weiter an
Denckt wie man die Gefäll im Bier beschneiden kan Läßt ihm nicht aus dem Maul den guten Bissen reissen. Er zieht den Haußtrunck ab zwölff Achtel mit darbey Wer sagt daß
Sein Sinn kan niemals ruhn wie nie die Sonne stehet Er geht in Helicon und lernt der Redner macht Der Kopff der ist geschickt und eh man es gedacht Triffts daß er bey der Leich als Trauer-Redner gehet
Klagt des Trompeters Tod erklärt die Sterblichkeit Und daß die Menschen sind ein Gauckelspiel der Zeit. So hat Der Cicero brach nie in solchen Donner loß.
Hierdurch wuchs Daß ietzt der Pindus sich auff seine Schultern stützet Und diesen göldnen Mund ein jeder gerne hört Bevor wenn er so klug vom Frauenzimmer lehrt.
Es schweige Seneca und Plato müsse weichen Des Brandteweins Natur hat keiner so gewust Er weiß was eigendlich dient der Beträngten Brust Und kan den Aquavit aufs köstlichste raus streichen
So daß man ihn mit Recht der Weisheit Schirm doch Und vor den Socrates in unserm Land erkennt. (nennt Kan auch ein Federkiel jetzt seinen Stand beschreiben Wenn Ungarn ihm den Wein aus vollem Kruge schenckt;
Wenn er sein Helden-Schwerdt dort an den Nagel henckt Und kan mit Rauch und Schmauch die lange Zeit vertreiben? Wenn jetzt das Kartenspiel ihm viel Ducaten bringt Wenn
Mag auch wol sein Gelück noch einen Zusatz leiden: Nein die Vollkommenheit die stellt sich selbsten dar Wir wünschen weiter nichts als daß er lange Jahr. Entnommen aller Angst leb in verlangten Freuden
Und offt wie nechst geschehn so edle Reden hält Daß den Er müsse diesen Tag den Niel der Gläser trincken Weil der Verdienste Preiß ihn längst unsterblich macht.
Er finde Lust am Tag und Liebe bey der Nacht Biß daß in tieffen Schlaff die müden Augen sincken. Mehr Worte sind zu viel deñ Und wil bey Speisen mehr als Reimen lustig seyn.
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