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1639–1681

An die Augen der Liebsten. Aria.

Heinrich Mühlpfort

Jhr schönen Augen ihr Ich fühle Gluth Und eure Wunder Zier Erhitzt mein Blut.

Die angenehme Freundlichkeit So süsse Blicke strect Macht mich erfreut. Jhr Fackeln meiner Seel

Ich bin entbrant aus eurer schwartzen Höhl Und Diamant Komt mir der süsse Gegenschein

Daß ich verliebt muß seyn In meiner Pein. Jhr Flammen meiner Lust Wie brennt ihr so?

Wie macht ihr meine Brust So hertzlich froh! leitsterne in das Paradeiß Eur so geliebtes Weiß

Das macht mir heiß. Strahlt Kertzen in der Nacht Weißt mir die Bahn. Ich bin ja eurer Pracht

Gantz unterthan. Die Sonne muß sich nicht ent- sonst wird mein Leben fliehn Und gantz verblühn.

Ach küßt ich diesen Strahl In heisser Brunst Der mir theils schencket Quahl Theils süsse Gunst;

Ich schwöre daß ich sterbe so Und bin in eurer Loh Von Hertzen froh.

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