Erhell aus dem Schilffedein blaues Gesichte
Sanfft-wallender Oder-Strohm silberner Fluß
Die Segel zu födern in gleichem Gewichte
So schwelle die Adern in stärckerem Guß
Verzögre nicht deine Cristalline Fluth
Du führest auff heut ein unschätzbares Gut.
Kein stürmender Nordwind entböhre die Wellen
Weil Mar garis deinem Gewässer vertraut
Es müsse sich liebliches Wetter erhellen
Daß sie mit gesegneten Regen bethaut
Der Zefyr-Wind blase Narcissen herfür
Und mehre der Margaris him̃lische Zier.
Auff Franckfurt bereite dich sie zu empfangen
Dein Sohn zeugt beglücket nach Hause mit Beut
Jhr Najaden kommt ihm entgegen gegangen
Die ihr umb dieselbigen Ufer rumb seyd
Verehret die neue willkommene Braut
Mit Gaben die euch der Geliebte vertraut.
So blühe nun Margaris unter den Reben
Und siege dem Weinstock an Fruchtbarkeit ab
Wir wollen dir unser Geleite hingeben
Und schencken dir diesen umbwundenen Stab
Zum Zeichen gepflogener Freundschafft und Lust
Der Margaris sey nichts als Wohlstand bewust.
Wie dieser Freuden-Wunsch zu Ende war gebracht
Kommt Venus Kammer-Magd und saget wie der Wagen
Schon fertig angespannt die Nymfen heim zu tragen
Sie geben wiederumb der Braut noch gute Nacht
“und ziehn was traurig fort weil Margaris vergnüget
&q;Bey ihnen aber Stroh’ und Feur verborgen lieget.