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1861

XXVIIIBin ich ein Dichter?

Conrad Ferdinand Meyer

Das Lied des Welschen wandelt voller Glanz, Es schwebt wie Musenschritt und Grazientanz. Der Reim des Welschen hat ein hell Geläut – Ob ich ein Dichter bin? Das plagt mich heut.

Du zweifelst, Hutten? Hat dich eines Tags In Augsburg nicht gekrönt der Kaiser Max? Das gilt!... Auch neben diesem welschen Lied? Wär ich am Ende bloß ein Verseschmied?

Ich bin ein Verseschmied! So nenn ich mich! Am Feuer meines Zornes schmiedet ich Rüstung und Waffen zu des Tags Bedarf Und wahrlich, meine Schwerter schneiden scharf!

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