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1861

XLVDer kleine Ferge

Conrad Ferdinand Meyer

Laß, Ruodi, deinen Nachen sachter gehn! In klare Gründe laß mich niedersehn! Hier im kristallnen Spiegel farbenmild Erscheint ein Mann und eines Knaben Bild.

Du schaust empor in Ringellockenzier, Vor zwanzig Sommern, Knabe, glich ich dir. Und noch ein ander Bildnis schaut empor, Das tief gefurchte kommt bekannt mir vor!

Nun, diese schwer beschriebne Stirn ist mein – Fürwahr, ich möchte nicht ein andrer sein! Die Fläche kräuselt sich im Abendwind, Zergangen beide Bilder! Rudre, Kind!

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XLVDer kleine Ferge · Conrad Ferdinand Meyer · Poetry Cove