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1861

XLIIIDer Trunk

Conrad Ferdinand Meyer

Blaufarbne Krüge brachten her sie dann, Sie schenkten ein und das Gelag begann. – „Dem fremden Herrn ein Glas! Tut uns Bescheid, Wenn Ihr nicht einer von den Stolzen seid!

Stoßt an, Herr Ritter!... Ihr verzieht den Mund? Trinkt! Unser Wein ist süffig und gesund! Potz Hagel! Ist Euch unser Wein zu schlecht? Seid Ihr ein Päpstler oder Fürstenknecht?

Schmeckt's?“ – Köstlich. – „Noch ein Glas, und eines noch! Der deutsche Herr auf Ufnau lebe hoch!“ Ich trank und würgt – es war ein saurer Schluck – Und schied mit einem biedern Händedruck.

Ich machte mich davon mit guter Art Und lachte still ergötzt in meinen Bart: Der ich dem Kaiser und dem Papst gedräut, Dem Volke zu Gefallen log ich heut.

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