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1825–1898

Viston.

Conrad Ferdinand Meyer

Als ich jüngst vom Pfad verirrt war, Wo kein Jäger und kein Hirt war, Führt' ein Licht aus dunkelm Tann Mich an eines Hüttleins Schwelle,

Drin bei matter Ampelhelle Eine greise Parze spann. Draußen schlug der Wind die Schwingen, Und die Bergesströme singen

Hört' ich ihren dunkeln Sang ... Und ich sah den Faden schweben, Und der Faden schien ein Leben — Meines? dacht' ich zauberbang.

Wage, Mensch, die höchsten Flüge, Deiner Parze starre Züge Sehen längst das nahe Ziel! Tummle dich, ein kühner Ringer:

Ihre hagern, harten Finger Enden bald das edle Spiel ... Eine Thräne seh' ich schimmern? An der Wand mit Silberflimmern

Hangt ein dürrer Todtenkranz ... Irgend einen alten Jammer In der Alpenhütte Kammer Spinnt ein Weib im Ampelglanz.

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