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1825–1898

Schwüle.

Conrad Ferdinand Meyer

Trüb verglomm der schwüle Sommertag, Dumpf und traurig tönt mein Ruderschlag — Sterne, Sterne — Abend ist es ja — Sterne, warum seid ihr noch nicht da?

Bleich das Leben! Bleich der Felsenhang! Schilf, was flüsterst du so frech und bang? Fern der Himmel und die Tiefe nah — Sterne, warum seid ihr noch nicht da?

Eine liebe, liebe Stimme ruft Mich beständig aus der Wassergruft — Weg, Gespenst, das oft ich winken sah! Sterne, Sterne, seid ihr nicht mehr da?

Endlich, endlich durch das Dunkel bricht — Es war Zeit! — ein schwaches Flimmerlicht — Denn ich wußte nicht wie mir geschah. Sterne, Sterne, bleibt mir immer nah!

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