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1825–1898

Schnitterlied.

Conrad Ferdinand Meyer

Wir schnitten die Saaten, wir Buben und Dirnen, Mit nackenden Armen und triefenden Stirnen, Von steigenden dunkeln Gewittern bedroht — Gerettet das Korn! Und nicht Einer der darbe!

Von Aehre zu Garbe Ist Raum für den Tod — Wie schwellen die Lippen des Lebens so rot! Hoch thronet ihr Schönen auf güldenen Sitzen

In strotzenden Garben umflimmert von Blitzen — Nicht Eine die darbe! Wir bringen das Brot! Zum Reigen! Zum Tanze! Zur tosenden Runde! Von Becher zu Munde

Ist Raum für den Tod — Wie schwellen die Lippen des Lebens so rot!

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