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1868

Napoleon im Kreml

Conrad Ferdinand Meyer

Er nickt mit seinem großen Haupt Am Feuer eines fremden Herds: Im Traum erblickt er einen Geist, Der seines Purpurs Spange löst.

Der Dämon schreit mit wilder Gier: „Mich lüstet nach dem roten Kleid! In ungezählter Menschen Blut Getaucht, verfärbt der Purpur nicht!“

Die beiden rangen Leib an Leib. „Gib her!“ „Gib her!“ Der Dämon fleucht Mit spitzen Flügen durch die Nacht Und schleift den Purpur hinter sich.

Und wo der Purpur flatternd fliegt, Sprühn Funken, lodern Flammen auf! Der Korse fährt aus seinem Traum Und starrt in Moskaus weiten Brand.

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