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1825–1898

Nächtliche Fahrt.

Conrad Ferdinand Meyer

Ein Schiff befuhr das Meer. Aufrauschend quoll Die Fluth am Kiel. Er suchte Pylos' Strand. Das Steuer führt' ein Jüngling kummervoll, Dem früh des Vaters Rath und Hilfe schwand.

Der Glückbedürft'ge hieß Telemachos Und schaute nach des Segels nächt'gem Flug, Dicht neben ihm der hohe Fahrtgenoß, Athene war's, die Mentors Züge trug.

Unendlich brach hervor der Sterne Heer, Die lichten Waller wußten ihre Bahn ... Da sprach die Tochter Zeus' auf dunkelm Meer: „jetzt, Jüngling, ruf' mit mir die Götter an!“

Die Hände, wie der Staubgeborne fleht, Erhob sie ausgebreitet in die Nacht — Und sie erhörte selber das Gebet, Von ihr für den Verlassnen dargebracht.

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Nächtliche Fahrt. · Conrad Ferdinand Meyer · Poetry Cove